Bürgerinitiative Romantischer Schloßgarten
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Sieben klare Gründe gegen den "Wiederaufbau" des Hortus Palatinus:

  1. weil Heidelberg nicht die Stadt des Manierismus ist (der Stil, in dem de Caus den Garten plante), sondern die Stadt der Romantik ist und die Rekonstruktion eines manieristischen Gartens widerspricht dem romantischen Aspekt der Schloßruine, die aus efeuüberwachsenen rauschenden Wäldern sich erhebt (siehe Hölderlins Gedicht "Ode an Heidelberg").

  2. weil der seit Jahrhunderten freie Schloßgarten nicht versperrt werden darf durch Eintrittsgelder, der Durchgang von der Altstadt oder von Schlierbach zum Schloß möglich bleiben muss.

  3. weil der freie schöne wunderbare Blick auf die Dächer Heidelbergs und aufs Schloß und in die blaue Ferne zur Zeit kostenfrei nur noch von der Scheffelterasse möglich ist, der Altan verlangt ja schon Eintritt, und dieser letzte freie Blick auf Heidelberg darf uns nicht geraubt werden.

  4. weil der Garten nie vollendet wurde, sondern nur in Plänen existierte, denn der 30.jährige Krieg kam ja dazwischen, d.h. wir bauen etwas "wieder auf", was nie so war! Da reicht es doch, ein Bild von Jacques Fouquières aufzustellen, wie es geplant war, das wäre lobenswert.

  5. weil die grünen Wiesen ein Teil der grünen Lunge der Altstadt sind, zum Lagern, zum Spielen, zum Kontakt mit der Natur, und die manierierten Kieselwege keinem Freude machen.

  6. weil die vielen schönen Bäume dort nicht gefällt oder ausgetrocknet werden dürfen, zum Beispiel der belegte "Goethe-Gingko!" - Aber, wenn wir den Garten rekonstruieren, paßt natürlich ein Gingko, der erst viel später nach Europa kam, nicht dazu, es macht auch keinen Sinn, zu sagen, wir bauen "um diesen Baum herum" den Garten.

  7. weil das Schwetzingen-Argument ("die freuen sich doch auch über Ihren Garten") nicht stimmt, denn dort haben Sie ein stimmiges Ensemble mit einem Barockgarten und einem erhaltenes Barockschloß, über das man sich wirklich freuen kann, Schwetzingen war nie die Ursprungsstadt der Romantik.